In den Wechseljahren können sich neben den bekannteren Symptomen wie Hitzewallungen, Schlaflosigkeit und Depressionen auch Bewegungseinschränkungen, Morgensteifigkeit und Schmerzen in den Gelenken einstellen, ohne dass eine Erkrankung vorliegt. Bewegung ist natürlich ein wichtiger Faktor, um dem vorzubeugen und wieder etwas geschmeidiger zu werden. Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass neben naturheilkundlichen Behandlungen wie Osteopathie und Akupunktur eine entzündungshemmende Ernährung ganz direkt helfen kann. Hier ein paar Tipps:
Entzündungshemmende Ernährung:
Jetzt ist es unbedingt an der Zeit, Übergewicht abzubauen, da es die Gelenke belastet. Und dann macht Bewegung auch wieder mehr Spaß! Ich persönlich hasse es, Tabletten, Kapseln, Tropfen und Pülverchen einzunehmen und stimme lieber meine Ernährung auf meinen sich verändernden Bedarf ab. Je natürlicher man sich ernährt, desto besser weiß der Körper, was er braucht. Auf einmal bekomme ich Heißhunger auf Artischocken oder Avocado, Erdbeeren und Blaubeeren – und stelle fest, dass genau darin wichtige Stoffe für meine momentane Lebensphase enthalten sind. Hier ein paar Tipps für den besonderen Ernährungsbedarf während der Wechseljahre:
Grünes Blattgemüse und Kreuzblütler-Gemüse fördern die hormonelle Balance und ein gesundes Nervensystem, außerdem hat man tatsächlich weniger Lust auf Fast Food, wenn dieses Supergemüse oft auf den Teller kommt. Dazu zählen: Grünkohl, Blattkohl, Spinat, Kopfkohl, Wasserkresse, Römersalat, Mangold, Rucola und Endiviensalat, Blumenkohl, Broccoli, Kopfkohl, Grünkohl, Blattkohl, Brauner Senf, Gartenkresse, Pak Choi, Rosenkohl.
Obst – reich an Antioxidantien und Vitamin C und Flavonoiden – kann gegen diverse Symptome wie Hitzewallungen und wechseljahresbedingten brain fog helfen: Erdbeeren, Blaubeeren, Ananas, Melonen, Aprikosen, Mango und die Vitamin-C-reichen Zitrusfrüchte wie Orangen, Limetten, Zitronen, Grapefruit und Kumqats.
Omega-3 gegen Menstruationsbeschwerden und depressive Verstimungen in der Menopause findet sich v.a. in Leinöl, Walnüssen, Mandeln, Oliven und Olivenöl, Avocado und Sojabohnen, außerdem in vielen grünen Blattgemüsen, Broccoli und Erbsen.
Viele weitere, wirklich brauchbare Tipps zur Ernährung gibt es im Buch „Das Gehirn in der Menopause“ von Dr. Lisa Mosconi. Endlich ein Buch, was mir wichtige Erklärungen für den Ausnahmezustand während der Wechseljahre mit Hitze- und Kältewallungen, Stimmungsschwankungen, Panikattacken, Schlaflosigkeit und Brain fog liefern konnte, ohne permanent die Hormonkeule zu schwingen oder ins andere Extrem zu fallen. Die Autorin ist Neurowissenschaftlerin und Ärztin und führend tätig im Bereich der Hirnforschung bei Frauen und Demenzerkrankungen. Außerdem so einfach und mitreißend geschrieben, dass frau es auch mit schlimmstem brain fog lesen und verstehen kann!
Dr. Lisa Mosconi – Das Gehirn in der Menopause, dtv Verlag
https://www.dtv.de/buch/das-gehirn-in-der-menopause-26415


